Die Dame, die 2,9 Mio $ Schadenersatz wegen einem zu heissen McDonalds Kaffee gewann, wollte eigentlich nur 20.000

Der berühmteste verschüttete Kaffee, landete am 27.02.1992 im Schoß von Stella Liebeck, einer 79jähren Oma aus Albuquerque. Der Versuch den Deckel zu öffnen, während sie den Becher zwischen ihren Beinen hielt, endete in Verbrennungen dritten Grades auf ihren Oberschenkeln.

In der größten Nation aller Zeiten (USA) führt sowas schon mal zu 11.000,-  Krankenhauskosten. Diese Kosten plus Verdienstentgang und zukünftigen Behandlungskosten(20.000,-) wollte die Omi nun von McDonalds einklagen. Das Gegenangebot: 800,-

Später wurde versucht, das Thema aussergerichtlich abzuhandeln und es wurde eine Forderung von 300.000,- gestellt. Auch hier wollte McDonalds nicht einwilligen, was schließlich zu einer gerichtlichen Klage mit der Forderung über 100.000,- führte. Hier wurde vorm Prozess nochmals eine Mediation angesetzt und McDonalds wurde empfohlen 225.000,- zu bezahlen. Die Anwälte des Konzerns verneinten, denn sie hielten an ihrer Meinung fest, dass nur die Person, die sich anschüttet, verantwortlich für so einen Unfall sei.

Es kam zum Prozess, und der endete eben mit den 2.900.000,- Schadenersatz. Dieser Betrag blieb auch in den Medien hängen und wird seither immer wieder als Beispiel für die amerikanische Justiz hergenommen.

In Wirklichkeit wurde der Betrag später auf 480.000,- verringert. Wie viel Geld dann geflossen ist, weiß jedoch niemand, denn das Urteil ging in Berufung und später einigten sich die Parteien doch noch aussergerichtlich.